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Archivierte Artikel der Kategorie Nachruf

Nachruf auf Hans Schmitz

Der Wuppertaler Anarcho-Syndikalist und
Widerstandskämpfer Hans Schmitz ist am 22.3.2007 im Alter von 92 Jahren gestorben.

Wir haben seinen 90.Geburtstag noch gemeinsam vor drei Jahren in der Begegnungsstätte Alte Synagoge feiern
können. In der letzten Zeit ging es ihm zunehmend gesundheitlich schlechter.

Hans stammte aus einer anarchistisch geprägten Familie, lebte bis 1945 u.a am Osterbaum/ Platz der Republik in Wuppertal. Sein Vater war leidenschaftlicher Streikanführer und Betriebstivist bei der Firma Jäger,
Agitator bei Erwerbslosenaktionen und innerhalb der FAUD.

Hans Schmitz schloss sich früh der anarchistischen Jugend SAJD und der FAUD in Wuppertal an und organisierte sich in der kleinen, aber wirkungsvollen antifaschistischen Schwarzen Schar. Mehr dazu…

Zum Tod von Paul Michalowicz

Unser Genosse und Freund, der Hagener Kommunist Paul Michalowicz ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, im Alter von 79 Jahren verstorben. Im Folgenden findet ihr eine Veröffentlichung seiner Freunde, im Anhang einen Zeitungsartikel der Westfälischen Rundschau.
Paul Michalowicz war Kommunist, Gewerkschafter, Antifaschist. Er starb in den Vorbereitungen der Aktivitäten zum 60. Jahrestags der Befreiung Hagens vom Faschismus völlig unerwartet.
Nach seinem Austritt aus der DKP Ende der 80er Jahre war Paul war unter anderem im Autonomen Zentrum Wuppertal und in der Antifa Hagen aktiv. Auf vielen linken Demos in NRW trat er als Redner auf, zuletzt beteiligte er sich u.a. in der bundesweiten Kampagne „Agenturschluss“. Mehr dazu…

Zum Tod von Johannes Agnoli

Negatives Potenzial oder: Der Mut, zu dieser Gesellschaft Nein zu sagen
Elmar Altvater und Georg Fülberth zum Tod des kritischen Politikwissenschaftlers Johannes Agnoli

Von Elmar Altvater

Im Februar 2000 erhält Johannes Agnoli Gelegenheit, sich in der »Zeit« zu äußern. Sein Thema: Die »Transformation der Linken« auf dem »langen Marsch von der Kritik des Politischen zum Glauben an den Staat«. Vielleicht ist dieser Titel nicht von Agnoli, sondern von der Redaktion der »Zeit« gesetzt worden. Denn in dem Artikel werden, ebenso wie in anderen Interviews der letzten Jahre, erhebliche Zweifel an der Staatlichkeit im überlieferten Sinne geäußert: Im Weltmaßstab, angesichts der »berühmt-berüchtigten Globalisierung« sei es kaum vorstellbar, dass »die Zähmung des Kapitals durch einen bürgerlichen Verfassungsstaat geleistet werden könne«. Und in den gar nicht mehr als Machtzentrum der herrschenden Ordnung vorhandenen Staat sollen die Linken marschieren? Vielleicht, weil sie mit Blindheit geschlagen sind, aber Agnoli kann Ab- und Sehhilfe schaffen. Mehr dazu…



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